+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 




 
Die Frau und Alkohol

 

Wo Bacchus das Feuer schürt, sitzt Frau Venus am Ofen. - Deutsches Sprichwort

 

 

Die Sucht bei Frauen beginnt wenig spektakulär und still. Anders als bei Männern trinken die Frauen nicht so "öffentlich" wie Männer.  In Deutschland  gibt es lt. Schätzungen der DHS ca. 530000 alkoholkranke Frauen, außerdem gelten ca. 1 Million Frauen als schwer medikamentenabhängig. Auch kommt es bei Frauen öfters zu einer Mehrfachabhängigkeit mit Medikamenten und Alkohol als bei Männern. Der Grund hierfür ist, dass Medikamentenmissbrauch weniger auffällt und die Auswirkungen nicht ganz so offensichtlich sind, wie übermäßiger Alkoholkonsum und dies besser kaschiert werden kann.

 

Seit Alters her gelten alkoholische Getränke als typisch männliche Genuss- und Rauschmittel.

In allen Kulturen, in denen der Alkoholkonsum verbreitet ist, trinken die Männer mehr als die Frauen. So ist es heute noch verpönt, wenn Frauen, vor allem in der Öffentlichkeit, zuviel trinken und überall wird die weibliche Alkoholsucht mehr verachtet als die männliche. Das führt letztlich dazu, dass Frauen ihr Trinken in hohem Maße verbergen müssen und ihnen deshalb oft erst sehr spät therapeutisch geholfen werden kann.

 

 

Wenn die Menschen auf der Strasse einen betrunkenen Mann sehen, wird dies oft mit einem lächeln begleitet und dem Kommentar, " Der ist heute auch nicht mehr alleine " oder " der hat ganz schön geladen " - sehen sie eine betrunkene Frau, folgen solche Kommentare wie " Schlampe ", " Assoziale " und noch viel mehr Nettigkeiten.

 

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Es wird oft behauptet, dass der Gebrauch von alkoholischen Getränken bei Frauen zugenommen habe und dies gleichsam der Preis der Emanzipation sei. Das lässt sich aufgrund fehlender Daten nicht belegen. Auch der Hinweis auf die veränderte Geschlechterrelation bei den geschätzten Alkoholabhängigen kann keinen ausreichenden Aufschluss über Trinkmotive und Ursachen der Abhängigkeit bei Frauen geben. Seit 1980 liegt der Anteil der Frauen, die wegen eines Alkoholproblems eine Beratungsstelle aufsuchen, fast konstant bei 24 %.

Eine Anzahl von Untersuchungen  kommen zu dem Schluss, dass Frauen mit Abhängigkeitsproblemen vielfach Schwierigkeiten haben, mit den Lebensrealitäten fertig zu werden. Auch greifen Frauen aus anderen Gründen wie die Männer zur Flasche. Häufige Ursachen sind das Borderlinesyndrom, Angstzustände oder Depressionen.

 

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Es ist jedoch eine Tatsache, dass der Anteil von Frauen bei einem jugendlichen Klientel erheblich zugenommen hat und es nicht mehr nur allein ein Problem von Jungen bzw. jungen Männern ist, sondern es auch in steigendem Maße Mädchen und junge Frauen betrifft.

Unter älteren Frauen scheint Alkoholmissbrauch dagegen sehr selten zu sein. In einer Studie lag der Anteil bei allen über 65jährigen Frauen bei lediglich 0,6 %. Viele heute ältere Menschen haben in ihrer Jugend selten Alkohol getrunken und diese Gewohnheit beibehalten. Dies gilt vor allem für die Frauen dieser Altersgruppen  

 

 

Die Ergebnisse der Repräsentativerhebung zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland belegt, dass lediglich 9,8 % der Frauen in den neuen Bundesländern und 7,5 % der Frauen in den alten Bundesländern täglich mehr als 20g reinen Alkohol trinken.

Das Gefährdungspotential für Feten lässt sich aus der Verbreitung starken Alkoholkonsums bei Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren ableiten. Rund 1,2 Millionen Frauen in diesem Alter konsumieren mehr als 20g reinen Alkohols pro Tag

 

 

siehe auch:

- Alkohol & Schwangerschaft

- Die gesundheitlichen Folgen der Sucht

- Vorurteile

- Co-Alkoholiker

- Vorwort