+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 

 

 

 

 

 

Der Soldat lebt, der Natur seines Berufs nach, immer in einem Getümmel.

- Christian Garve ( deutscher Philosoph )

 

zur Website der Bundeswehr


Die Bundeswehr ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wie in allen Berufsgruppen, so findet sich natürlich auch das Problem der Alkoholerkrankung und des Alkoholmissbrauchs in den Streitkräften wieder. Durch freiwillig Wehrdienst Leistende, Soldaten auf Zeit, Berufssoldaten und zivilen Mitarbeitern hat die Bundeswehr ein breites Spektrum an unterschiedlichen Menschen.

 

Es wäre sicher falsch, dem Vorurteil zu verfallen, " Die Bundeswehr ist die Saufschule der Nation ". Hier würde man vielen Tausend Soldaten und Mitbürgern unrecht tun. Die Zeiten, wie auch die Menschen haben sich geändert. Der Alkohol spielt sicher nicht mehr eine so große Rolle bei der Bundeswehr, wie etwa in den 60er -und 70er Jahren. Hierzu hat auch beigetragen, dass die allgemeine Wehrpflicht ausgesetzt wurde und freiwillig Wehrdienst leistende Soldaten nach der Grundausbildung in der Regel " Heimatnah " eingesetzt werden und so immer noch, nach dem Dienst, eine Bindung an das zivile Leben und vor allem Ihre sozialen Kontakte haben.

 

Wie im zivilen Leben, so sind von der Alkoholerkrankung natürlich alle Alterschichten und Dienstgradgruppen betroffen. Vor allem Berufs- und Zeitsoldaten haben im Gegensatz zu vielen anderen Mitbürgern Probleme, die mit einem zivilen Beruf schwer zu vergleichen sind. Diese sind im einzelnen:

 

- Beförderungsstau ( Frust ).
- Oft wechselnde Verwendungsorte und damit viele Umzüge, bzw. Trennung von der Familie.( Belasten auch die Familie ).
- Kommandierungen / Lehrgänge / Übungsplatzaufenthalte.
- Auslandseinsätze und deren Risiken. (traumatisierte Soldaten )  - Eintönigkeit des Dienstes.
- Einzelne Grundrechte sind eingeschränkt.
   

 

Der Alkoholmissbrauch bzw. die Alkoholerkrankung kann vor allem für Zeit- und Berufssoldaten aber auch für freiwillig Wehrdienst leistende Soldarten gravierende Folgen haben. Sie können bei Dienstvergehen, hier vor allem unter Alkoholeinfluss, ( auch im privaten Bereich < Führerscheinentzug usw. > ) und Verstößen gegen das Soldatengesetz ( SG ) und das Wehrstrafgesetz ( WStG ) nicht nur zivil- und / oder strafrechtlich, sondern auch noch zusätzlich disziplinarisch nach der Wehrdisziplinarordnung ( WDO ) durch den Disziplinarvorgesetzten bzw. das Truppendienstgericht belangt werden.

 

- siehe hierzu auch § 17 Soldatengesetz ( Verhalten im und außer Dienst )

 

§ 17 (4) Soldatengesetz

Der Soldat hat alles in seinen Kräften Stehende zu tun, um seine Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Er darf seine Gesundheit nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig beeinträchtigen. Der Soldat muss ärztliche Eingriffe in seine körperliche Unversehrtheit gegen seinen Willen nur dann dulden, wenn es sich um Maßnahmen handelt, die der Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten dienen; das Grundrecht nach Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes wird insoweit eingeschränkt.
Die Vorschrift des § 32 Abs. 2 Satz 2 des Bundes-Seuchengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Dezember 1979 (BGBl. I S. 2262) bleibt unberührt.
Lehnt der Soldat eine zumutbare ärztliche Behandlung ab und wird dadurch seine Dienst- oder Erwerbsfähigkeit ungünstig beeinflusst, so kann ihm eine sonst zustehende Versorgung insoweit versagt werden. Nicht zumutbar ist eine ärztliche Behandlung, die mit einer erheblichen Gefahr für Leben oder Gesundheit des Soldaten verbunden ist, eine Operation auch dann, wenn sie einen erheblichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit bedeutet.

 

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  www.worldvision.de

Haben Sie Hilfe notwendig und wollen oder können sich nicht an Ihren Disziplinarvorgesetzten wenden, vertrauen Sie sich einem Militärseelsorger, Truppenarzt oder einem Sozialarbeiter des sozialen Dienstes an. Aber nehmen Sie auf jeden Fall Hilfe in Anspruch, bevor etwas passiert. Denken Sie daran, Sie als Soldat haben Umgang mit Waffen, Munition und evtl. schwerem Gerät. Unter Umständen sind Sie Vorgesetzter und tragen die Verantwortung für die Ihnen anvertrauten Soldaten. Sie haben daher eine besondere Verpflichtung, gegen Ihre Erkrankung etwas zu unternehmen. Vergessen Sie auch nicht, dass Sie bei dieser Erkrankung nicht mehr verwendungsfähig sind, solange Sie nicht in Behandlung waren und ein Risiko für sich und Ihre Kameraden darstellen.

Natürlich können Sie auch die zivilen Hilfs- und Beratungsangebote, die auf dieser Homepage näher definiert sind, in Anspruch nehmen, bevor Sie dienstlich etwas unternehmen.

 

Ein wichtiger Aspekt ist auch das Problem mit dem Co-Alkoholismus. Der Soldat ist zur Kameradschaft verpflichtet. Was aber soll ein Soldat tun, wenn er feststellt, dass ein Kamerad Alkoholprobleme hat ? Einerseits kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen, wenn er dies deckt - dies ist u. U. sogar ein Dienstvergehen - andererseits möchte er auch nicht als " Kameradenschwein " dastehen, der seinen Kameraden verrät. Hierfür gibt es sicher keine Patentlösung. Sie sollten zumindest Hilfe suchen und sich jemandem anvertrauen; ein Gespräch mit dem Betroffenen wäre sicher auch hilfreich.
Schon alleine aus diesem Grund sollte ein betroffener Soldat etwas gegen seine Erkrankung unternehmen, auch um seine Kameraden nicht in diesen Gewissenskonflikt zu bringen.

 

Hilfsangebote


  http://www.myvideo.de

 

Für zivile Mitarbeiter der Bundeswehr - Alkohol am Arbeitsplatz

 

siehe auch

- Was Abhängigkeit bedeutet

- Jugendalkoholismus

- Straftaten unter Alkoholeinfluss