+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 

 

Microsomal Ethanol Oxidizing System ( Zytochrom P450E1 )

 

 

Die meisten Menschen sterben an ihren Ärzten, nicht an ihren Krankheiten. - französisches Sprichwort

 

 

Das Mikrosomale Ethanoloxidierende System (MEOS) ist neben der Alkoholdehydrogenase (ADH) ein weiterer Weg, über den die Leberzellen den Alkohol entgiften können. Anders als die Alkoholdehydrogenase lässt sich dieses System durch regelmäßigen Alkoholkonsum aktivieren.

 

Als Folge des aktiven MEOS können Alkoholiker größere Mengen an Alkohol umsetzen, und dadurch bedingt, auch "mehr vertragen". Das MEOS ist schließlich für bis zu zwei Drittel des Alkoholumsatzes verantwortlich und wird auch nach längerer Abstinenz sofort wieder aktiviert. Diese Neuaktivierung wird als eine Ursache für das häufig zu beobachtende starke Verlangen nach größeren Alkoholmengen gesehen.

 

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Die neuesten Ergebnisse der Forschung liefern hierfür Anhaltspunkte, dass bestimmte Komponenten des Alkoholstoffwechsels (sogenannte Kondensationsprodukte aus Acetaldehyd und Adrenalin und/oder Dopamin) auf dieselben Hirnregionen wirken, wie die körpereigenen Opiate und dort für eine positive Beeinflussung der Gemütsbewegungen (Emotionen) und der Befindlichkeit (u. a. inneres Gleichgewicht) sorgen. Der Botenstoff Dopamin lagert sich (dokt an) z. B. an dem sogenannten D2-Rezeptor an und sorgt dadurch für die Entstehung von Zufriedenheit. Durch die beim Alkoholumsatz entstehenden Kondensationsprodukte wird die Dopamin-Produktion erhöht und der Botenstoff aktiviert die Rezeptoren an den Nervenzellen, so daß sich eine künstliche Zufriedenheit einstellt. Als Folge eines anhaltenden Überangebotes lässt die Empfindlichkeit der D2-Rezeptoren im Gehirn jedoch allmählich nach. Um den gewünschten Reiz auszulösen, ist mehr Dopamin notwendig. Das hat einerseits einen ansteigenden Alkoholkonsum zur Folge und anderseits wird der Betroffene unempfindlich für Reize, die im Normalfall das Gefühl der Zufriedenheit auslösen.

Diese Reize wirken nicht mehr oder nur noch unzulänglich. Chronischer Alkoholmissbrauch kann den Spiegel der körpereigenen Opiate (Endorphine), die für das Wohlbefinden wichtig sind, um bis zu 50 % senken.

 

siehe auch:

- das Suchtgedächtnis

- Die gesundheitlichen Folgen der Sucht

- Allgemeine Wirkung des Alkohols


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