+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 

 

 

 

 

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.
Konfuzius  ( chinesischer Philosoph )

 

Machen wir uns nichts vor - die wenigsten Alkoholkranken sehen ihre Lage, in der sie sich befinden, ein. Erst muss ein besonderes Ereignis eintreten oder der Leidensdruck so groß sein, dass man sich darüber ernsthaft Gedanken macht. Die Erkrankung wird vor sich selber und vor anderen nicht eingestanden, verdrängt und geleugnet. Solange es einem körperlich noch scheinbar gut geht und keine tief greifenden sozialen Folgen eingetreten sind, will sich keiner mit diesem Tabuthema befassen und  sich selber und vor allem  Anderen gegenüber eingestehen, ja - ich bin Alkoholkrank und Alkoholiker und muss Hilfe in Anspruch nehmen.

 

Das ändert sich dann, wenn die Ehe bzw. Partnerschaft zu scheitern droht, der Führerschein verloren wurde, man Druck vom Arbeitgeber oder der Bundesanstalt für Arbeit erhält und man evtl. sogar den Arbeitsplatz verloren hat oder wenn die ersten alkoholbedingten Folgeerkrankungen auftreten. Aber selbst dann zögert man noch bis zum letzten Moment, bis der Leidensdruck so groß wird, das einem alles andere egal ist und man aus dieser Lage wieder herauskommen will. Anstatt man vor dem Eintritt von negativen Folgen etwas gegen diese Krankheit unternimmt ( was einem der gesunde Menschenverstand sagt ), wartet man manchmal, bis der oder die Betroffene vieles, wenn nicht gar alles verloren hat und die Lage sehr kritisch ist.

 

www.worldvision.de Es ist nie zu spät oder sinnlos, Hilfe in Anspruch zu nehmen und wieder gesund zu werden. Wenn Sie sich letztendlich doch entschlossen haben, etwas gegen Ihre Krankheit zu unternehmen, kann ich Ihnen folgenden Weg vorschlagen:

 

Gestehen Sie sich ein, ja ich bin Alkoholiker, ich bin Krank und ich will etwas an dieser Situation ändern. Vergehen Sie nicht in Selbstmitleid, sondern werden Sie -und nur Sie aktiv-. Es gibt Hilfe, Sie müssen nur bereit sein, diese auch anzunehmen. Schieben Sie keine Ausreden vor ( Ich kann nicht wegen dem Job, wegen Verpflichtungen usw. ), sondern denken Sie nur an sich und das Sie wieder gesund werden müssen. Alles andere ist in dieser Situation zweitrangig.

Werden Sie sich klar darüber, was Sie wollen und ob Sie auch etwas für Ihre Genesung zu tun bereit sind. Sie und niemand anderes ist gefordert. ( Nicht Ihre Frau, Freundin, Chef usw. )

 

Suchen Sie eine Selbsthilfegruppe auf und sprechen Sie - wenn Ihr Betrieb oder Ihre Behörde über diese Einrichtung verfügt - mit einem Suchtbeauftragten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Betriebsrat.

 

Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt und sprechen Sie Ihr Problem " konkret " an. Vereinbaren Sie einen Termin bei der für Sie zuständigen psychosozialen Beratungsstelle ( Die Kontaktadressen erfahren Sie auf dieser Homepage ).

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder der Beratungsstelle zur Entgiftung entweder in ein
Krankenhaus einweisen oder in eine Psychiatrische Klinik mit einer Abt. für Suchterkrankungen.

 

 

Es gibt auch die Möglichkeit der ambulanten Entgiftung. Diese unterstützt die Abstinenz durch die Einnahme von Medikamenten gegen die Entzugserscheinungen und verhindert Entzugsfolgen wie ein evtl. auftretendes Prädelier, Delirium bzw. einen Krampfanfall. Bedenken Sie jedoch, dass es für einen Alkoholiker sehr schwer ist, dies ohne einen geschützten Rahmen durchzuhalten, da der Alkohol in unserer Gesellschaft überall präsent ist und an jeder Ecke bezogen werden kann. Eine ambulante Entgiftung setzt auch bestimmte Kriterien ( z. B. soziales Umfeld, Persönlichkeit, gesundheitliche Konstitution usw. ) voraus und kann nicht von vorneherein gefordert werden. Denken Sie daran, dass ein Entzug sehr gefährlich sein kann, wenn er nicht durch geschultes Personal und die regelmäßige Einnahme von Medikamenten begleitet wird.

 

Ich rate daher jedem, eine Entgiftung stationär durchzuführen. Dies ist jedoch nur ein Tipp und sollte natürlich für die einzelne Person individuell bewertet werden. Überlassen Sie die Entscheidung Ihrem Hausarzt oder der psychosozialen Beratungsstelle, der/die Ihre persönliche und gesundheitliche Situation besser einschätzen kann. Denken Sie daran, dass es für jedes Problem auch eine Lösung gibt - Es ist jedoch keine Lösung, diese Krankheit zu ignorieren oder zu verdrängen. Sie geht mit Sicherheit nicht von selbst weg und auch die Probleme, die dadurch entstehen- bzw. entstanden sind, lösen sich nicht von selbst, sondern wachsen zu einem riesigen Berg an.

 

Wenn es Ihre persönliche Situation erlaubt, beziehen Sie Ihren Partner in die Gespräche mit ein.

 

siehe auch:

- Abstinenz

- Ziel einer Entwöhnungsbehandlung

- Behandlung

- Behandlungsformen

- psychosoziale Beratungsstellen

- alkoholfreie Mixdrinks

 

Zum Inhalfsverzeichnis von Alkoholinformationen