+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 

 

 


 

  • Es gibt keinen Grund, Alkohol zu trinken, wohl aber stets einen Anlass.

  • -  Thomas Christian Dahme ( deutscher Publizist und Aphoristiker )

 

 

Das Thema Rückfall ist sehr vielschichtig und umfangreich. Ich möchte Ihnen hier keinen wissenschaftlich - / medizinischen Aufsatz zum Lesen geben, sondern ich will Ihnen in verständlicher Form die Problematik näher bringen, die ein Rückfall mit sich bringt.

 

Als Rückfall bezeichnet man die bewusste Einnahme von Alkohol nach der bereits bestehenden Abstinenz ( Abstinenzentscheidung ). Dies ist unabhängig von der Zeit, in der man abstinent gelebt hat ( ob einen Monat oder ein Jahr ), bzw. von der Menge an Alkohol, die man getrunken hat. Es gibt Betroffene, die nach jahrelanger Abstinenz Rückfällig geworden sind und dann wieder in den Suchtkreislauf mit allen Konsequenzen gelangten. Es gibt auch einen "Trockenen Rückfall" bei dem -noch- kein Alkohol konsumiert wird, jedoch der Alkoholkranke in die alten Verhaltensmuster zurückfällt.

 

Die Fachleute sagen, dass es sich bereits um einen Rückfall handelt, wenn bewusst z. B. Speisen gegessen werden, die mit Alkohol zubereitet werden. Obwohl der Alkohol bei warmen Speisen verkocht, ist es doch ein psychologisches Problem, dass dies der erste Schritt für den "Ersten Schluck" ist. Schon alleine durch den Geschmack lässt sich das Suchtgedächtnis aktivieren.

( Ich kann ihnen nur raten, kein Risiko einzugehen )

  www.worldvision.de

 

 

 

 

Ein Rückfall kommt auch nicht aus heiterem Himmel. Er deutet sich meist schon einige Zeit vorher an. Wenn man gegen sich selbst lebt, d. h. wieder alles schluckt und sich nicht wehrt, wenn man sich selbst überfordert und unter Druck setzt, wenn Probleme übermächtig zu drohen scheinen und man zu stolz ist um Hilfe nachzusuchen usw. Er ist auch unabhängig von der Menge des getrunkenen Alkohols. Auch wenn Sie nur ein Glas Bier oder Wein getrunken haben und noch keinen Kontrollverlust erlebten, glauben sie mir, dieser wird wieder eintreten, sollten sie Weitertrinken. Die Suchtmechanismen werden wieder aktiviert und das ganze Drama geht von vorne los.

 

Der Rückfall, sollten Sie ihn erleben, ist zwar nicht schön, aber er ist nicht der Weltuntergang. Wichtig ist, dass sie nicht versuchen, ihn zu vertuschen oder zu verdrängen und denken, dass ist nur ein  "Ausrutscher". Sie sollten in diesem Falle unbedingt wieder mit Fachleuten (Arzt, Selbsthilfegruppe, psych. Beratungsstelle usw.) Kontakt aufnehmen und diesen Rückfall aufarbeiten.

 

Es hört sich zwar verrückt an, aber manche Alkoholkranken brauchen einen Rückfall um dauerhaft abstinent zu leben und sei es nur, um am eigenen Leib zu erfahren, dass ein kontrolliertes Trinken -auch nach einer Entwöhnungsbehandlung- nicht mehr möglich ist, sie sich mit dieser Erkrankung arrangieren müssen und sie zu akzeptieren haben. Dies entspricht auch im Allgemeinen den heutigen Erkenntnissen der Suchtmedizin, die heute einen Rückfall als Teil der Erkrankung versteht.


Dies soll aber kein "Freibrief und keine Hintertür" für Alkoholkranke sein, wieder das Trinken zu versuchen.

Ein Rückfall ist jedoch auf keinen Fall zu verniedlichen. Denken sie daran, Ihre Erkrankung ist nur gestoppt und nicht geheilt. Noch nach 20 oder mehr Jahren können sie wieder in den " Suchtsumpf " kommen und kein Alkoholkranker ist Zeit seines Lebens sicher.

Jeder Rückfall bedeutet auch einen Vertrauensschwund sich selbst, sowie andern gegenüber und ist besonders für Alkoholkranke, die sich die Bereitschaft zur völligen Abstinenz gewissenhaft und oft schmerzlich erarbeitet haben, eine tiefe Enttäuschung und Entmutigung. Darum sind Vorwürfe nicht angebracht.

Ich selbst musste diese Erfahrung durchleben und glaubt mir, es war nicht einfach. Jedoch ist es die Hauptsache, sich wieder aufzuraffen und die Sache erneut anzugehen.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, auch in dieser Problematik, spielt das so genannte

  www.docmorris.com

 

 

Suchtgedächtnis

und das

Microsomal Ethanol Oxidizing System

siehe näheres:

- MEOS

- psychosoziale Beratungsstellen

- Selbsthilfegruppen

- PIA

- Erste Schritte zur Abstinenz

- Abstinenz

- Kostenträger

 

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