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  • Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält.

  • - Karl Kraus ( österreichischer Schriftsteller )

 

Der US-Amerikaner, Dr. E. M. Jellinek hat die erste und bis heute grundlegende Untersuchung über die Krankheit Alkoholismus angestellt. Obwohl dieses Verlaufsschema bereits Im Jahre 1952 in der Fachzeitschrift " Quarterly Journal of Studies on Alcohol " veröffentlicht worden ist, hat es sich noch bis heute in der täglichen Praxis von Suchttherapeuten und Ärzten als haltbar erwiesen. Dr. Jellinek hat neben dem Stufenthema auch eine Typologie von Trinkstilen konzipiert, die helfen kann, einen Alkoholkranken besser einzuschätzen.



1. Die voralkoholische Phase.

- gelegentliches Erleichterungstrinken
- Erhöhung der Alkoholtoleranz
- häufiges Erleichterungstrinken

 

2. Sieben Stufen in die Sucht: Anfangsphase

- 1. Auftreten von Gedächtnislücken
- 2. heimliches Trinken
- 3. dauerndes Denken an Alkohol
- 4. gieriges Trinken
- 5. Schuldgefühle wegen der Trinkart
- 6. Vermeiden von Anspielungen auf Alkohol
- 7. Häufigkeit der Gedächtnislücken nimmt zu

 

3. Der Abstieg beginnt: Die kritische Phase

8. unwiderstehliches Verlangen nach mehr Alkohol nach dem ersten Glas
(
Kontrollverlust ) 9. Erklärung, warum man so trinke ( Ausreden, Alibis )
10. soziale Belastungen
11. übergroße Selbstsicherheit
12. auffällig aggressives Benehmen ( Die anderen sind schuld )
13. innere Zerknirschung, dauerndes Schuldgefühl
14. Perioden völliger Abstinenz
15. Änderung des Trinksystems
16. Fallenlassen von Freunden ( Feindseligkeit gegen die Umwelt )
17. Verlassen oder Wechsel des Arbeitsplatzes
18. Konzentrierung des Benehmens auf Alkohol
19. Verlust an äußeren Interessen
20. Neuauslegung mitmenschlicher Beziehungen
21. auffallendes Selbstmitleid
22. gedankliche oder tatsächliche Flucht
23. Änderungen im Familienleben
24. grundloser Unwillen
25. Sichern des Alkoholvorrats
26. Vernachlässigung angemessener Ernährung
27. erste Krankenhauseinweisungen wegen alkoholischer Beschwerden 28. Abnahme des Sexualtriebes 29. alkoholische Eifersucht
30. regelmäßiges morgendliches Trinken

 

4. Die chronische Phase

31. Einsetzen des verlängerten Rausches
32. bemerkenswerter ethischer Abbau
33. Beeinträchtigung des Denkens
34. alkoholische Psychosen
35. Trinken mit Personen unter Niveau
36. Zuflucht zu technischen Produkten
37. Verlust der Alkoholtoleranz
38. + 39. undefinierbare Ängste und Zittern werden Dauererscheinungen
40. organische Nervenschädigungen
41. Trinken wird zur Besessenheit
42. unbestimmte religiöse Wünsche
43. das Erklärsystem versagt
44. Zusammenbrüche
45.
Alkoholdelirium



George Eman Vaillant hält wie auch Johannes Lindenmeyer Jellineks Sicht des Krankheitsverlaufes für zu geradlinig, vorbestimmt und nicht aufhaltbar. Sie würden sich auf Erfahrungen, nicht jedoch auf wissenschaftliche Studien stützen. Etliche würden wieder zu maßvollem Trinkverhalten oder auch zur Abstinenz zurückfinden. Das Grundkonzept hält er aber für korrekt


siehe auch:

- Trinkertypen nach Jellinek

- Was ist Alkohol

- Erste Schritte zur Abstinenz


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