+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 

 

 

Behandlung

 

 

In der Politik ist es wie im täglichen Leben. Man kann eine Krankheit nicht dadurch heilen, dass man das Fieberthermometer versteckt. - Yves Montand

 

Alkoholabhängigkeit bzw. -sucht ist medizinisch und sozialrechtlich als Krankheit anerkannt, denn ohne fachliche Hilfe und Beistand ist die Bewältigung der Suchterkrankung kaum möglich. Die Kosten der Behandlung tragen deshalb - ihrem gesetzlichen Auftrag entsprechend - die Krankenkassen bzw. die  Rentenversicherungsträger.

 

Der Prozess der Bewältigung bzw. Behandlung gliedert sich in mehrere Phasen:

 

1. Kontaktphase

 

In ihr nimmt die / der Abhängige Kontakt zu einer Beratungsstelle auf und informiert sich über Möglichkeiten der Hilfe. Sie / Er ist bereit, sich auf eine Behandlung und den Versuch einzulassen, ( wieder ) abstinent zu leben. Diese Phase kann einige Tage bis mehrere Monate dauern.

 

2. Entzug / Entgiftung

 

Ob eine sog. Entgiftung notwendig ist, wird während der Kontaktphase geklärt. Die medizinische Behandlung kann stationär oder auch ambulant erfolgen. Die Entzugserscheinungen werden dabei mit Medikamenten behandelt. Gespräche und Informationen helfen - sofern dies noch nicht geschehen ist - die Frage der weiteren Behandlung bzw. Nachsorge zu klären. Der Entzug dauert in der Regel einige Tage.

 

3. Entwöhnung >>> Behandlungsformen

 

Eine anschließende psycho- und sozialtherapeutische Behandlung hilft, die Abstinenz abzusichern. Sie kann ambulant (psych. Beratungsstelle) oder stationär (Fachkliniken) als Einzel- und / oder Gruppentherapie durchgeführt werden und dauert mehrere Monate.),
Ich möchte zu der
ambulanten Entwöhnungsbehandlung anführen, dass hierfür verschiedene Voraussetzungen ( wie z. B. gesundes soziales Umfeld, Arbeitsplatz, Erfolgsaussicht usw. ) gegeben sein müssen. Über die Durchführung dieser Maßnahme entscheidet in der Regel der Sie beratende Therapeut und kann nicht generell gefordert werden.

Verfallen Sie nicht dem falschen Gedanken, eine
Entwöhnungsbehandlung ist ein Allheilmittel. Sie sind hier zum größten Teil persönlich gefordert.

 

4. Nachsorge

 

Im Anschluss an die Entwöhnungsbehandlung wird durch viele psychosoz. Beratungsstellen eine Nachsorgebehandlung durchgeführt. Es finden Einzelgespräche statt, sowie bieten die Beratungsstellen spezielle Nachsorgegruppen an. Es gibt auch einige psych. Krankenhäuser, die eine sog. PIA-Gruppe ( Psychiatrische Institutsambulanz ) anbieten
Zur Nachsorge im Anschluss an die Behandlung ist der regelmäßige Besuch einer
Selbsthilfegruppe für den Betroffenen und Ihren Angehörigen besonders hilfreich.

 

Allen Betroffen kann nur geraten werden, im Anschluss an eine Therapie die Nachsorge nicht zu vernachlässigen. Es ist zwar nachvollziehbar, dass man nach z. B. 4 Monaten erst einmal nichts mehr über Sucht hören will, es ist aber unbedingt erforderlich weiter an sich selbst zu arbeiten. Denn was Sie sich in Ihrer Suchtkarriere an Verhaltensmustern und Gewohnheiten jahrelang aufgebaut haben, lässt sich nicht über Nacht ändern, ebenso wenig wie der Mensch selbst. Bedenken Sie auch, dass Sie jetzt wieder mit den alltäglichen Problemen und Belastungen in Beruf und Familie, wegen Arbeitslosigkeit oder Schulden ausgesetzt sind und diese Belastungen ohne Ihren verlorenen "Freund " Alkohol bewältigen und aushalten müssen. Zum Schluss sei auch gesagt, Abstinenz gibt es nicht zum " Nulltarif ", sondern man muss auch etwas dafür tun.

 

siehe auch:

- Selbsthilfegruppen

- psychosoz. Beratungsstellen

- Behandlungsformen

- Fachkliniken

- Kostenträger

 

Zum Inhalfsverzeichnis von Alkoholinformationen