+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 




Alkohol als Wirtschaftsfaktor

 

 

Erst kommt das Fressen, dann die Moral - Berthold Brecht ( 1898 - 1956 /dt. Dramatiker, Lyriker )

 

Alkohol in seiner unterschiedlichen Form ist ein enormer Wirtschaftsfaktor und eine nicht unerhebliche Steuereinnahmequelle des Staates. Gleichzeitig sind die wirtschaftlichen, gesundheitspolitischen und sozialen Schäden immens

 

Ähnlich wie der Verbrauch ist auch der Jahresumsatz der Alkoholwirtschaft in den vergangenen Jahren gesunken und liegt gegenwärtig bei rund 15 Mrd. €. Insgesamt arbeiten ca. 70.000 Menschen in den rund 1.280 Braustätten, 100 Alkoholbrennereien und Betrieben zur Spirituosenherstellung und 20.000 Betrieben zur Weinerzeugung. Etwa 733.000 Beschäftigte zählt das Gaststättengewerbe, das mit alkoholischen Getränken einen großen Anteil seines Umsatzes erzielt.

 

Am Warenbezug des Gastgewerbes ( Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe ) beträgt der Anteil von Bier, Spirituosen und Wein rund 30 %.

Bier, Brannt- und Schaumwein sind in Deutschland mit einer Steuer belegt; Wein ist steuerfrei. Die Einnahmen durch
Alkoholsteuern betrugen im Jahr 1999 rund 7,1 Mrd. DM.

Spirituosen 4,4 Mrd. DM
Schaumwein 1,1 Mrd. DM
Bier 1,7 Mrd. DM

 

 

Im internationalen Vergleich sind die deutschen Steuersätze niedrig. Das gilt insbesondere für die Biersteuer und trägt dazu bei, dass die Preise für alkoholische Getränke in Deutschland relativ günstig sind.

 

Die Werbeaufwendungen der Getränkeindustrie für die Werbung mittels Massenmedien ( TV, Zeitschriften und Zeitungen ) betrugen Ende der 90er Jahre jährliche rund 1 Mrd. DM. Der größte Anteil, etwa 3/4 Mrd. DM entfällt auf Bier. Damit ist die Bierbranche auf Rang 8 der werbestärksten Branchen in Deutschland. Im Jahr 2005 lag der Anteil der Werbeaufwendungen bei ca. 564 Mio. €. Demgegenüber standen ca. 12 Mio. € die für die Suchtprävention ausgegeben wurden. ( Schätzung der DHS e. V. )

Im Jahr 2006 wurde in Deutschland 20 mal mehr für Bier-Werbung (73%) ausgegeben als für Wein-Werbung (3%). An zweiter Stelle lagen die Spirituosen (15%) gefolgt vom Schaumwein (9%). Insgesamt 511 Millionen Euro wurden im Jahre 2006 für die Werbung für alkoholhaltige Getränke ausgegeben.

 
 

 

Der Volkswirtschaft entstehen durch Alkoholmissbrauch und - abhängigkeit erhebliche Kosten. Zu nennen sind u. a. die Verluste an Produktivität, die Folgekosten von alkoholbedingten Unfällen, Verkehrsunfällen, Arbeitsausfälle und - arbeitsunfähigkeit durch Krankheit, Todesfällen, Straftaten sowie die enormen Belastungen des Gesundheitswesens.

 

Der volkswirtschaftliche Schaden durch alkoholbezogene Sterblichkeit und Krankheit beziffert sich auf etwa 40 Mrd. DM jährlich. Der größte Schaden entfällt mit 13,7 Mrd. DM auf die alkoholbedingten Sterbefälle ( ca. 42.000 ). Dabei handelt es sich um einen Schätzwert. Unterschiedliche Statistiken gehen von einem gesamtwirtschaftlichen Schaden von 30 - 80 Mrd. € aus. Dagegen steht nur ein Bruchteil dieses Betrages, der in die Alkoholprävention investiert wird.

(Quelle: Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen in Deutschland, Schriftenreihe des BMG. Band 128, Nomos-Verlag, 2000)

Siehe hierzu:

- Die gesundheitlichen Folgen der Sucht

 

Zum Inhalfsverzeichnis von Alkoholinformationen