+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 






Mäßigkeit setzt Genuss voraus, Enthaltsamkeit nicht. Es gibt daher mehr enthaltsame Menschen als solche, die mäßig sind. - Karl Kraus ( österr. Schriftsteller, Herausgeber )

 

Als Abstinenz bei Alkoholabhängigkeit bezeichnet man den völligen Verzicht auf Alkohol in jeglicher Form und Art. Es ist nicht damit getan, " keinen Alkohol zu trinken ", sondern als Alkoholkranker hat man hierbei besondere Sorgfalt walten zu lassen.

 

Denn Abstinent leben heißt auch, auf Alkohol im Essen, bei Medikamenten, im Speiseeis sowie in Süß- und Backwaren zu verzichten. Hierbei ist auch der Partner gefordert, der beim Kochen, wie auch beim Einkauf ein besonderes Augenmerk auf diese Problematik legen sollte. Natürlich hört sich dies sehr hochtrabend und aufwendig an, ist aber in der Praxis sehr gut zu bewältigen.

 




Schämen Sie sich nicht, in der Gaststätte oder Eisdiele zu fragen, ob das ausgewählte Produkt Alkohol enthält. Dies ist Ihr gutes Recht. Sagen Sie Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Apotheker, dass Sie Alkoholkrank sind, damit er Ihnen kein Medikament mit Alkohol verschreibt oder aushändigt. Wenn Sie einkaufen, lesen Sie die Inhaltsstoffe des Produktes, wenn Sie sich unsicher sind, ob es für Sie geeignet ist.

 

Die Abstinenz ist für einen Alkoholkranken unabdingbar. Denn bei jeder Alkoholaufnahme werden die Suchtmechanismen wieder in Gang gesetzt.

 

Wenn Sie unbewusst Alkohol zu sich nehmen ( Beispiel: Speisen ) ist die Gefahr natürlich nicht so groß. Kritisch wird es nur, wenn Sie bewusst z. B. eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Rumkugeln, ein Eis mit Eierlikör oder Amaretto bestellen. Denn es ist nicht nur ein körperliches, sondern in Hohem Maße auch ein psychisches Problem. Von diesem Punkt aus ist es dann auch nicht mehr weit, bis sie wieder " versuchen ", Alkohol kontrolliert zu trinken. Bei Personen, die bereits eine Abstinenzentscheidung getroffen haben, ist dies schon als Rückfall zu werten.

 

Eine andere Form bei der Behandlung der Alkoholkrankheit ist das kontrollierte Trinken, im deutschen Sprachraum vor allem durch Joachim Körkel vertreten. Mit einem „10-Schritte-Programm“ soll der Alkoholkranke unter anderem die Rahmenbedingungen überprüfen, seine Trinkziele festlegen und ein Trinktagebuch führen. Dieser Ansatz wird vielfach kategorisch abgelehnt. Der Begriff „kontrolliertes Trinken“ ist nicht eindeutig definiert und werde nur von zwei bis fünf Prozent der Abhängigen über Jahre durchgehalten.

Lediglich noch nicht abhängige Personen könnten dieses Ziel mit höherer Wahrscheinlichkeit erreichen. Das kontrollierte Trinken kann daher als generelles Behandlungsprinzip für Alkoholabhängige nicht empfohlen werden und hat auch in meinem Fall aufs kläglichste versagt.

 

Natürlich ist es immer hart, wenn man verzichten muss und man sich mit dem Gedanken " Nie wieder Alkohol " abzufinden hat aber bedenken Sie die Alternative dazu. Fast jeder Alkoholkranke, wenn er ehrlich ist, hat an dieser Situation gewaltig zu knabbern gehabt. Ein Ziel bleibt natürlich die zufriedene Abstinenz, bei der man ehrlich sagen kann, ich "will " keinen Alkohol trinken und nicht ich " darf " keinen Alkohol trinken.

 

Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es ein sehr langer Weg ist, sich mit dem Gedanken abfinden zu müssen, "nie wieder" ein Weizenbier oder einen guten Tropfen Wein zu trinken. Vor allem jüngeren Betroffenen wird dies schwer zu schaffen machen, da Sie weit mehr in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis mit Alkohol und Party konfrontiert werden, als Betroffene in fortgeschrittenem Alter. Ich kann euch nur raten, nicht zu lange dem Alkohol nachzutrauern, denn Ihr macht euch dabei nur selbst verrückt.

 

 Es ist nun mal so, dass Ihr nur die Alternative habt, Alkohol < mit all seinen schwerwiegenden Folgen > zu trinken oder Abstinent zu leben, eure Krankheit zu stoppen und ein weitgehend normales, zufriedenes und gutes Leben zu haben.

 

Ihr müsst lernen, auch ohne Alkohol Spaß zu haben und zu feiern und eure Probleme nicht mit Alkohol lösen zu wollen ( was von vorneherein zum scheitern verurteilt ist ), sondern mit beherztem Angehen der Probleme. Ihr müsst auch lernen, Hilfe die euch angeboten wird, anzunehmen. Dies geht natürlich nicht von heute auf morgen und ist noch lange nicht mit der Therapie abgeschlossen. Es geht darum diese "Trauerphase" zu überwinden. Das Trauern ist auch nicht etwas, dass nur Sie betrifft und das nur Sie empfinden - es gehört dazu. Dazu gehört aber auch, dem Verlangen zu widerstehen.

 

Wenn Sie dies schaffen, haben Sie eine großartige persönliche Leistung erbracht und können auch stolz auf sich sein. Denn jeder Tag, an dem nicht Alkohol getrunken wurde, ist ein gewonnener Tag.Immobilie inserieren und Nachmieter finden

 

siehe auch:

- Erste Schritte zur Abstinenz

- Entgiftung

- Behandlung

- Der Rückfall

- alkoholfreie Mixdrinks

 

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